Start Alarmierung
Wie läuft eigentlich die Alarmierung der Einsatzkräfte ab? Drucken
Geschrieben von: Administrator   

 

Auf der folgenden Seite möchten wir unseren Besuchern den Ablauf einer Alarmierung der verschiedenen Rettungsorganisationen in Südtirol aufzeigen:

 

 

Von der Landesnotrufzentrale in Bozen werden alle nicht-polizeilichen Rettungsdienste des Landes alarmiert.
Alarmiert werden die Hilfsstrukturen automatisch über die Einsatzleitsoftware I/CAD in Form eines Einsatzvorschlages, welchen der Disponent annehmen oder nicht annehmen kann. Im Rettungsdienst wird dabei aufgrund des geeignetsten und nahe gelegensten Rettungsmittels alarmiert, bei der Feuerwehr und der Bergrettung auf Basis der Ortszuständigkeit bzw. nach den jeweiligen Alarmplänen.
Nachdem Ort und Art des Notfalls festgestellt wurden, ermittelt das System die Rettungsmittel und erforderlichen Hilfsstrukturen und alarmiert diese automatisch mit den vorgesehenen Alarmierungsmitteln Personenrufempfänger (PRE), Sirenen, Telefon oder Telefax.


Die Feuerwehr Tschars wird mittels Piepser (stille Alarmierung) und/oder Sirene alarmiert, wobei sich eine am Gerätehaus und eine zweite auf dem Dach der Volkschule befindet. Über die BlueBox.II wird an alle Wehrmänner die Nachricht 'Einsatz FF Tschars' versendet. Auch ein Fax mit einsatzrelevanten Daten wird der Feuerwehr durch die LNZ zugesandt.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Feuerwehr über den Druckknopfmelder beim Gerätehaus über Sirene zu alarmieren.

 

 

 

Jede Feuerwehr hat ihre eigene Alarmierungsschleife, mit der die einzelnen Sirenen oder Personenrufempfänger angesteuert werden können. Diese Schleifen bestehen aus verschiedenen 5-Ton-Folgen. Die Alarmierung einer Feuerwehr kann erfolgen durch:

Sirenenalarmierung

Auch heute noch werden viele Feuerwehren über die Sirene alarmiert. Hierzu wird von der LNZ eine bestimmte 5-Ton-Folge ausgesendet, um die richtige Sirene ansteuern zu können. Im Anschluss daran wird noch ein Doppelton gesendet, welcher die vorher scharfgeschaltete Sirene zum Heulen bringt.

Personenrufempfänger

Auch bei der Alarmierung über analoge Personenrufempfänger wird eine 5-Ton-Folge ausgesendet. Diese wird dann vom PRE aufgenommen und ausgewertet. Stimmt die Tonfolge mit der im PRE vorprogrammierten überein, löst dieser aus. Danach gibt die LNZ eine Kurzbeschreibung über Einsatzort und -art durch; diese kann von der Einsatzkraft mitgehört werden.

Fixstation im Gerätehaus

Von hier aus erfolgt die Statusmeldung für 'Einsatzbeginn-Gerätehaus besetzt' (Status 1) und 'Einsatzende' (Status 3), die Kommunikation mit der LNZ oder Bezirkseinsatzzentrale (BEZ) in Schlanders, sowie auch die Auslösung der PRE. Wird der Einsatz nicht innerhalb von 3 Minuten von Seiten der Feuerwehr bestätigt, wird der Alarm wiederholt.

Der gesamte Funkverkehr der Feuerwehr in Südtirol wird im 4-Meter-Band abgewickelt, wobei jedem Feuerwehrbezirk eigene Frequenzen für den Betriebskanal sowie für Ersatzkanäle zur Verfügung stehen.

 

Die Feuerwehren in Südtirol werden nach folgenden Alarmstufen alarmiert:

 

Alarmstufen Beispiele
Alarmstufe 1 Kleinbrand Kfz, Rasen, Mülltonnenbrand, verdächtige Rauchentwicklung
Alarmstufe 2 Mittelbrand Zimmer, mehrere Kfz, Lkw, Gebäude
Alarmstufe 3 Großbrand Großobjekte, Industriebetrieb, landw. Anwesen
Alarmstufe 4 THL klein Fahrbahnverunreinigung, Verkehrshindernis, Wasserschaden, Tierrettung
Alarmstufe 5 THL mittel Unfall mit eingeklemmter Person, Bauunfall
Alarmstufe 6 THL groß Massenunfall, Zugunfall, Hauseinsturz, Flugzeugabsturz
Alarmstufe 7 Gefahrgutunfall Chemie, Mineralöl, Gas, wassergefährdende-, radioaktive Stoffe
Alarmstufe 8 Sammelruf
 
Copyright © 2010 Freiwillige Feuerwehr Tschars. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.