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Zugunglück Drucken
Geschrieben von: Administrator   

'Einsatz für die Feuerwehr Tschars, Alarmstufe 6, Zugunglück zwischen Kastelbell und Latsch'.

9 Tote, sieben schwer und 21 leicht Verletzte: Dies ist die Bilanz des Zugunglücks im Vinschgau, wo am Montag, 12. April um kurz nach 9.00 Uhr zwischen Kastelbell und Latsch ein Zug von abgehenden Erd- und Schlammmassen verschüttet worden ist.


Eine Mure, welche sich vom Hang über dem Bahngleis gelöst hatte, erwischte den Zug mit voller Wucht. Der vordere Teil des Zuges entgleiste und drohte in die darunter vorbeifließende Etsch zu stürzen.
Sofort nach Eingang der ersten Meldungen wurden von der Landesnotrufzentrale umgehend die Feuerwehren Latsch, Goldrain, Schlanders und Kastelbell, die Berufsfeuerwehr Bozen, die beiden Rettungshubschrauber Pelikan 1 und 2, die Bergrettungsdienste Latsch und Martell sowie ein Rettungswagen und ein Notarztteam aus Schlanders losgeschickt.
Gerade einmal fünf Minuten nach der ersten Meldung über das Zugunglück waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Die Unglücksstelle ist schwer zugänglich, es musste deshalb zunächst ein Zugang zur Unglücksstelle geschaffen werden. Der Unglückszug, dessen erster Waggon über die Böschung hinaus geraten war, wurde sofort stabilisiert, die Hänge über der Unfallstelle wurden gesichert und die Verletzten erstversorgt.
Nach einer ersten Lageerkundung wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Feuerwehren, Rettungsorganisationen, Berg- und Wasserrettung, Notfallseelsorger sowie Ordnungskräfte waren an der Unfallstelle im Einsatz.
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich als sehr schwierig. Vor allem da anfangs befürchtet wurde, dass weiteres Geröll nachrutschen könnte, weshalb sich die Rettungskräfte betont vorsichtig dem Unglücksort nähern mussten. Teilweise mussten die Verletzten und Toten mit bloßen Händen ausgegraben werden, da die Waggons bis zu eineinhalb Meter von Erdreich, Geröll und Schlamm bedeckt waren.. Es musste ein Zugang zur Unglücksstelle geschaffen werden, da sie sehr schwer zugänglich ist. Der Unglückzug, dessen erster Waggon über die Böschung hinaus geraten war, wurde sofort stabilisiert. Die Hänge über der Unfallstelle wurden gesichert und die Verletzten in einem vom Zivilschutz und der Feuerwehr provisorisch errichteten Lazarett erstversorgt und anschließend in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Erst gegen Abend konnten auch die restlichen Rettungskräfte den Einsatzort verlassen.

 

 

Einsatzdetails:

Eingesetzte Fahrzeuge: TLF, KRF-A, MTF
Eingesetzte Mann: 22 (6 Bereitschaft in der Halle)
Sondergeräte: Schnelleinsatzzelt
beteiligte Einsatzkräfte:
Feuerwehren Bezirk Untervinschgau:
alle 18 Feuerwehren wurden alarmiert, die meistens davon waren vor Ort;
Berufsfeuerwehr Bozen mit Kranfahrzeug, MANV-Container, Tauchereinheit, Bootsgruppe;
Sektionen des Weißen Kreuzes:
Schlanders, Naturns, Meran, Sulden, Mals, Prad; RTH Pelikan 1 und 2; Carabinieri; Polizei, Finanzpolizei;
CRI Bozen mit Schnelleinsatzgruppe;
Bergrettungsdienste Latsch und Martell;
verschiedene Dienste des Landes-Zivilschutzes;

 

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